Schon in prähistorischer Zeit bemalten Menschen ihre Gesichter mit Farbe. Bei den Naturvölkern sind auffallende Bemalungen von Gesichtern bis heute üblich, aber auch in unserem Kulturkreis sind Haut- und Haarfarben ein beliebtes Ausdrucksmittel der individuellen äusseren Erscheinung. |
pro-arts.info Aromatische Auszüge von Hölzern, Blüten und Harzen wurden seit Alters her in Tempeln genutzt und entwickelten sich zur hohen Kunst der Parfümeure. In alten Kulturen war es durchaus üblich, dass sich sowohl Männer als auch Frauen Lippen und Wangen mit Farbstoffen schminkten. Zu den ältesten bekannten Naturfärbemitteln zählen Substanzen wie Henna, Kajal oder Indigo. |
|||
![]() |
Zu kosmetischen Zwecken werden vielerlei Naturöle verwendet. Als Beispiel sei hier das Mandelöl genannt. Das geruchlose Öl wird aus den süssen und ebenso aus den bitteren Mandeln in einer Presse gewonnen. Zur industriellen Verarbeitung nutzt man zumeist das Öl der Bittermandel, welches man im Kaltpressverfahren gewinnt. Die Pressrückstände wird anschliessend zur Gewinnung des ätherischen Mandelöls verwendet. |
![]() |
||
Im Gegensatz zur Bittermandel kann die süsse Mandel sowohl kalt als auch warm gepresst werden. Qualitativ hochwertige Mandelöle haben eine leicht gelbliche Färbung, sind frei von Trüb- und Schwebstoffen und haben einen milden unaufdringlichen Geschmack. Da Mandelöl an der Luft nicht trocknet, verharzt es nicht und eignet es sich gut für pflegende Hautkosmetik. |
![]() |
Wegen des relativ hohen Preises, der sich aus dem hohen Verarbeitungsaufwand ergibt, wird Mandelöl oft mit anderen preiswerteren Ölen verschnitten. Hierzu verwendet man u.a. die Kerne, die sich in Pfirsich- oder Aprikosensteinen finden. Um das unerwünschte Ranzen zu verhindern, werden diese Öle direkt nach der Herstellung raffiniert. Ein garantiert reines Mandelöl bezieht man am besten direkt beim Erzeuger. |
||
![]() |
Da Mandelbäume gewisse klimatische Ansprüche haben, sind die Anbauflächen in Mitteleuropa begrenzt. Besser sieht es da schon in den Ländern rund ums Mittelmeer aus. Hier gedeihen ganze Plantagen dieser edlen Frucht. Die Bildbeispiele zeigen den Betrieb "Maison de l'Amande" in Laroque des Albères, Südfrankreich. Er liegt im Département Pyrénées-Orientales unweit der Strände des Mittelmeeres, nahe der spanischen Grenze. |
![]() |
||
![]() Blick auf den mittelalterlichen Ortskern von Laroque des Alberes im Südfranzösischen Roussillon, einer der beliebtesten Urlaubsregionen des Midi |
![]() Die schmalen Gassen von Laroque des Alberes im Roussillon wurden in den letzten Jahren mühsam und sichtlich erfolgreich restauriert |
![]() Das Maison de l'Amande bietet auch eine ruhige und gemütliche Ferienunterkunft in einem Wald von Korkeichen und Mandelbäumen. |
||