Gestaltung in Haus und Garten
Architektur


Denkmalpflege

kostensichere und sparsame Altbaureparatur

Soll eine Altbausanierung kostengünstig sein, bilden vergleichbare Neubaukosten das obere Limit.
Die Kostengrenzen liegen derzeit bei ca. 2.500.--EUR / qm Nutzfläche.

Aufeinander aufbauende Projektstufen:
- eine technische Bestandsaufnahme durch detailliertes Aufmass,
Raumbuch- und Holzlistensystem,
- die gewerkweise Kostenberechnung und -steuerung,
- bestandsgerecht sparsame Reparaturtechnik mit gewerkweiser Leistungsbeschreibung im Positionsbausteinsystem
sowie
- ein kosten- und bautechnisch optimierter Vergabe- und Bauablauf
So können Sie den kostensicheren Erfolg auch im Altbau sicherstellen.


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Altbau und Denkmalpflege Informationen - Tipps und Tricks rund um die Altbausanierung und den Denkmalschutz


Voraussetzung für eine erfolgreiche und kostenseitig vertretbare Sanierung sind 3 Planungsprinzipien:
" Erhalten statt Erneuern", "Handwerkskunst statt sturer Normen-Ideologie" und "Gute Naturbaustoffe statt trendgesteuertem Einsatz vermeintlich moderner Materialien".

Auf sinnlose Dämmstofforgien, auf "ÖKO"-Energie aus Sonne und Wind und auch auf luxuriöse Stahl- und Glasapplikationen sollte soweit möglich und zulässig mit Rücksicht auf Stiltreue und Originalität verzichtet werden.

Niemand käme auf die Idee, bei der Restauration seines Oldtimers auf Bi-Xenon-Scheinwerfer zu bestehen.

Sprechen Sie also vor einer Restauration auch mit älteren, eventuell schon im Ruhestand befindlichen Handwerksmeistern, die wissen noch, wie's geht.
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Naturbaustoffe, wie sie zu Zeiten der Errichtung solcher Altbauten Verwendung fanden, sind über den Fachhandel zu beziehen. Eine Kunststoff-Fassade an historischen Bauten ist ein Sakrileg. Regional passende Natursteine oder Werkstoffe deren Bezug zur Epoche erkennbar ist, sind immer erste Wahl.








Bremen, Historisches Rathaus, Fassade nach Restaurierung mit Luftkalktechnik

Luftkalk wird aus Kalkstein gewonnen, und bei ca. 900 °C gebrannt - anschließend gelöscht. Das Kohlendioxid aus der Luft sorgt für den Abbindevorgang von Luftkalk


Eine Restauration ist keine Renovierung. Die sorgsame Wahl der zu verwendenden Materialien ist ebenso wichtig, wie die Verfahren, nach denen Substanzen abgetragen oder ersetzt werden. Gefragt ist hierbei hohe Sachkenntnis und ein wohlüberlegtes Vorgehen bei der Umsetzung der geplanten Restaurierung.

Hinweis zu Baufinanzierung


Das Bremer Rathaus ist Sitz des Senats und des Senatspräsidenten sowie des Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen. Es gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Gotik und vertritt die eigene Stilrichtung der sogenannten Weserrenaissance, deren Charakter sich in Regionen des nördlichen Europa auch anderenortes zeigt.

Zwischen dem Beginn der Reformation und dem Dreissigjährigen Krieg entwickelte sich im Weserraum eine rege Bautätigkeit. Entscheidend hierfür war nicht zuletzt die Weser, die als Verkehrsweg für Waren und und Dienstleister eine wesentliche Rolle spielte. Entlang bedeutender Verkehrswege tauschten sich auch verstärkt kulturelle Einflüsse zwischen den Regionen. So erstreckt sich der wiedererkennbare Baustil in einem weiten Bereich rechts und links der Weser.

Im Jahr 2004 wurde das Ensembe aus Bremer Rathaus und dem davor befindlichen Bremer Roland zum Weltkulturerbe ernannt.

 

Folgen des Dreissigjährigen Krieges waren für die Weserregion wirtschaftlich dramatisch und liessen nur eine langsame Erholung zu. Während in Süddeutschland bereits schmucker und teils verschwenderisch verspielter Barock Einzug hielt, fehlten hier im Norden die Ressourcen, um an diesem neuen Trend teilzuhaben.

Aus damaliger Sicht bedauerlich, haben wir aber heute aufgrund dieser Gegebenheiten eine ungewöhnlich grosse Zahl an Schlössern, Adelssitzen, administrativen Gebäuden und Sakralbauten, die ihren Renaissancestil bewahrt haben, weil an ihnen der architektonische Zeitenwandel vorüberging.

Die Umbauung des historischen Marktplatzes von Bremen in der Bremer Altstadt ist ein festes Ensemble aus Sehenswürdigkeiten. Zum einen das Bremer Rathaus, gegenüber der Schütting, traditioneller Sitz der Bremer Kaufmannschaft und seit 1849 Sitz der Handelskammer von Bremen - davor der Bremer Roland, überdies der Bremer Dom und das Denkmal von Otto von Bismarck ( 1862 bis 1890 Ministerpräsident von Preussen und von 1867 bis 1871 auch Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes sowie von 1871 bis 1890 Reichskanzler ). Ungewöhnlich wirkt das moderne Haus der Bremer Bürgerschaft aus dem Jahr 1966 in Nachbarschaft zur Kirche Unser Lieben Frauen. Ein weiteres Zugeständnis an die Kunst der Moderne ist die Bronzeplastik der Bremer Stadtmusikanten von Gerhard Marcks aus dem Jahr 1953.


Bremen, Historisches Rathaus, Fassade, angewitterte Silikatfarbenfassung des Natursteindekors mit Kreidekartierung (hellblau) der mit Luftkalkanstrich zu retuschierenden Bereiche. Metallfenster nach Instandsetzung mit Leinölanstrich



Weißenfels, Geleitshaus aus der Renaissance, verformungsgetreuer Querschnitt mit Auszügen aus dem Baualtersplan als Grundlage der erhaltenden Instandsetzung.

Das Geleitshaus in Weißenfels findet der Besucher in der Großen Burgstrasse 22.
Es wurde 1552 erbaut. Ab 1555 diente der Renaissancebau als kursächsisches Geleitsamt.
Da die Nutzung von Landstrassen in jener Zeit nicht ungefährlich war, und die Kaufleute des Mittelalters auf einen gesicherten Waren- und Personentransport angewiesen waren, erkauften sie sich Schutz durch die Zahlung sogenannten Geleitgeldes. Gefahren durch durch Wegelagerer, Raubritter und räuberisches Bandentum konnten zumindest teilweise mittels Schutz durch begleitende Reiter und Wachmannschaften der jeweiligen Landesherrn abgewehrt werden.
Für diese Dienstleistung - das Geleit - musste Schutzgeld entrichtet werden. Zunächst war dies ein hilfreicher Service, recht schnell wurde aber ein einträgliches Geschäft daraus.
Alle wichtigen Verkehrswege wurden mit Geleitseinnahmestellen versehen und Reisende wurden genötigt, nur noch Geleitsstrassen zu nutzen.
Die zur Unsitte entartete Erhebung von Geleitgeld sollte erst im 19. Jahrhundert ein Ende finden, als mit einem Gesamtdeutschen Zollverein die Einzelstaaten den Anspruch auf selbstbestimmte Wegegebühren verloren.
( vielleicht sollten wir dieses historische Gebäude besonders gut pflegen, schliesslich erlebt die Maut gerade eine Renaissance ;-)


Das Geleitshaus zu Weißenfels birgt noch weitere geschichtlich relevante Daten. So wurde hier 1632 der Leichnam des in Lützen getöteten schwedischen Königs Gustav II. Adolf seziert. Solche Aufgaben erledigte zu dieser Zeit der Ortsapotheker. Nicht ohne Stolz präsentiert man noch heute einen sorgsam gepflegten Blutfleck im Erkerzimmer des Hauses, der originalerweise von genau diesem Eingriff stammen soll.

Im 17. Jahrhundert wurde das Gebäude Logierhaus des Herzogs August von Sachsen-Weißenfels. Im 17. Jahrhundert diente es als Gerichtsgebäude, und ab 1912 als Wohnhaus.
Der Besucher findet heute darin ein Museum und ein Restaurant. Erinnert wird an die Schlacht bei Lützen im Jahr 1632 und an die Auswirkungen des Dreissigjährigen Krieges auf die Stadt Weissenfeld und das Umland.




Das heutige Gebäude der Marienkapelle in Bamberg wurde durch den Kanoniker Johann Marschalk von Ebneth im 15. Jahrhundert an der Stelle einer ehemaligen Synagoge errichtet. Es wurde 1470 geweiht. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle dem Barock angepasst. Bis 1803 wurden Gottesdienste abgehalten. Nach dem Verkauf des Inventars kam die Kapelle in den Besitz des Sammlers Paul Bundle zur privaten Nutzung. 1832 erfolgte der Kauf durch die Stadt Bamberg das Gebäude als Unterkunft des örtlichen Schrannenwärters.
Als Schranne bezeichnete man im Süddeutschen Raum den Getreidemarkt.
Somit war der Schrannenwärter eine nicht unbedeutende Persönlichkeit.



Bamberg, Marienkapelle, spätgotisches Netzgewölbe mit barockzeitlichen Stuckaturen


Im 19. und bis ins 20. Jahrhundert befand sich im Gebäude eine kleinere Sporthalle. Erst mit der Einrichtung eines evangelischen Gotteshaus durch die US-Standortverwaltung Bamberg im Jahr 1946 gab es wieder eine kirchliche Nutzung.
1951 verkaufte die Stadt Bamberg die Kapelle an den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden als Babtistenkirche.

Bei einer Sanierung steht nicht die authentische Wiederherstellung zeitgenössischen Stils im Vordergrund. Ziel einer Sanierung ist die Anpassung eines Gebäudes an heutige Gegebenheiten unter Einbeziehung vorhandener Substanz und Wahrung der entsprechend erhaltenen Elemente.
Bei einer Sanierung werden, wie in diesem Beispiel erkennbar, durchaus neue Bauteile heutigen Standards verwendet. Hier sind es moderne Isolierglasfenster, die durch ein getrenntes Oberlicht dennoch den ursprünglichen Stil wahren.
Bei dieser Sanierung blieb der obere Bogen der Fensteröffnung erhalten und die neue Thermoverglasung greift durch ihre Teilung die ursprüngliche Einfassung auf.

Mecklenburgisches Gutshaus vor Sanierung


Ziel einer Sanierung ist die Schaffung modernen Wohnraums mit Zeitgemässem Comfort, der einem Neubau möglichst in nichts nachsteht, aber dennoch auf bestehende Substanz zurückgreift.

Diese Aufgabe ist, wird sie ernstgenommen, nicht weniger anspruchsvoll als so manche Restauration, und sie sollte daher reiflich überlegt und unter fachkundiger Leitung durchgeführt werden.
 

Die Berliner Kirche St. Marien wurde im 13. Jh. als Pfarrkirche für die ab 1250 erweiterte Neustadt erstellt und ist ein bedeutendes Baudenkmal der frühen Stadtgeschichte Berlins. Sie gehört zu den wenigen sakralen Bauwerken, die bis in heutige Zeit ihrer ursprünglichen Bestimmung gemäss als Kirche genutzt werden.
Wie zahlreiche andere Bauwerke aus dieser Zeit wurde auch dieses Werk, im Ursprung eine gotische Hallenkirche der Barockzeit angepasst. Durch den Einbau der Kanzel durch Andreas Schlüter erhielt die Kirche damit auch den zeitgemässen Charakter. 1694 wurde Schlüter vom Kurfürsten Friedrich III. dem späteren König Friedrich I. als Hofbildhauer nach Berlin berufen.


Berlin, Marienkirche, Detail der gipsverkrusteten Backsteinfassade vor Sanierung

Die Berliner Marienkirche liegt am Fusse des Fernsehturmes in Berlin-Mitte, von dem aus man einen direkten Blick über alle Gebäudeteile sowie den Glockenturm hat.
Hermann Wilhelm Albert Blankenstein war Ende des 19. Jh. der führende Architekt und Berliner Stadtbaurat. Zahlreiche öffentliche Gebäude der Stadt, unter anderem über 100 Schulbauten tragen seine Handschrift. In den Jahren 1893/94 leitete er umfangreiche Baumassnahmen, während derer auch das heutige Erscheinungsbild der Kirche geprägt wurde. Eine modifizierte Aussenfassade, eine Orgelempore und die Südanbauten prägten fortan diesen Bau.
Noch heute erinnert ein lebensgrosses Ölgemälde Hermann Blankensteins, welches von seinem ältesten Sohn Otto stammt, an den bekannten Baumeister. Der Berliner Senat erhielt das Werk 1954 als Schenkung. Ein Blankensteinweg und die Hermann-Blankenstein-Strasse wurden zu seinen Ehren benannt.

Zahlreiche Kunstwerke in der Kirche St. Marien belegen die Entwicklung des Berliner Kunstschaffens vom 15. bis 20. Jahrhundert.
Der Umfang dieser Kunstsammlung ergibt sich aus dem Umstand, dass nach Kriegsende viele Kunstwerke zerstörter Kirchen in die St. Marienkirche gebracht wurden, da diese sich noch in relativ gutem baulichen Zustand befand.
Die Kirche bietet Besichtigungen und Führungen auch für Gruppen an.
 


     
     
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