pro-arts.info |
An
bereits bestehenden Gebäuden ist eine künstlerisch bearbeitete
Fassade ein genialer Blickfang. |
Eine
Hausfront oder der Eingangsbereich wird so zum Ausdruck des persönlichen
Geschmacks und verdeutlicht auch nach aussen hin einen gewissen Anspruch
der Bewohner. Selten trifft man als Besucher einer Stadt auf derlei
Fassadenschmuck. |
Um so überraschender, wenn das eigentlich schon mäzenatische Engagement
Einzelner den Betrachter erfreut. |
![]() Fassade Hotel Neuenburg am Rhein 2007 - Motiv Franz Marc: Maler des 20. Jh und Mitbegründer des Expressionismus in Deutschland |
In der Stadt Neuenburg am Rhein findet sich ein solches Beispiel praktischer Kunstumsetzung im öffentlichen Raum. Das Hotel am Stadthaus gibt mit grossem Engagement seiner Fassade alljährlich ein künstlerisches bildhaft umgesetztes Motto. Für diese vorbildliche Privatinitiative sei den Betreibern an dieser Stelle Dank gezollt. Wir waren auf einer unserer Touren der Reiseredaktion angenehm erstaunt. |
![]() Fassade Hotel Neuenburg am Rhein 2008 - Motiv Friedensreich Hundertwasser : (1928–2000), österreichischer Künstler |
Auch die Stadt Neuenburg selbst sorgt seit Jahren mit einer besonderen Aktion für ein allgemein freundliches Stadtbild, indem zahlreiche Fassaden mit Kunstwerken versehen werden. Für das Jahr 2009 schmücken diverse Motive mit Schmetterlingen diverse Häuser und erfreuen den Besucher durch die farbenfrohe und gelungene Gestaltung. |
![]() Fassade Hotel Neuenburg am Rhein 2009 - Motiv Salvador Dali (1904-1989) |
Es gab in der Geschichte der Stadt Neuenburg sehr glanzvolle Zeiten. Seit dem Dreissigjährigen Krieg, als die Stadt ins Spannungsfeld zwischen Frankreich und Österreich geriet, litt die Stadt immer wieder unter schweren Zerstörrungen, soadass die Dokumentation der Stadtgeschichte mit hohem Aufwand verbunden war. Im Ergebnis erwarten den Besucher heute zahlreiche Museen, die interessanten Aufschluss über die Geschichte der Region geben. |
![]() |
Im Jahr 1975 - zum 800-jährigen Stadtjubiläum - etstand eine Ausstellung von Dokumenten zur Stadtgeschichte von Neuenburg am Rhein, die in der Öffentlichkeit auf grosses Interesse stiess und somit in Form einer Dauerausstellung seit 1983 im Obergeschoss des Rathauses zugänglich gemacht wurde. |
![]() |
Architekturbeispiele aus verschiedenen Epochen in Stuttgart |
||
Das Alte Schloss in Stuttgart vermittelt selbst nach mehreren Umbauten im Laufe seiner Geschichte, noch immer den Eindruck einer mittelalterlichen Burg. Die gut geschützten Eingänge in die ehemalige Burg in Verbindung mit baulichen Besonderheiten, wie der Reitertreppe, die den Zugang zur oberen Galerie selbst zu Pferde ermöglichte, geben einen guten Eindruck von der Wehrhaftigkeit dieses Bauwerks, welches zum Schutz des umgebenden Königlichen Stutengartens im 10. Jahrhundert errichtet wurde. |
Arkadenhöfe gaben in der Renaissance besonders in Süddeutschland und Italien den Bauten ihren zeitgenössischen Charakter. Sie entsprachen dem gehobenen Repräsentationsbedürfnis der Renaissance-Aristokratie. Der Stuttgarter Arkadenhof im Alten Schloss ist auffallend prächtig gestaltet und erstreckt sich über drei Geschosse. Er gilt als einmalig in dieser Ausgestaltung und es kann dieser einfallsreichen Laune der Renaissancearchitektur kein direktes Vorbild, noch ein Nachfolger zugeordnet werden. Eine zu dieser Zeit unübliche Eigenart zeigen beispielsweise auch die Säulen der korinthischen Kapitelle, deren vertikale Abkantungen (Kannelierungen) bis zum oberen Säulenede fortgesetzt wurden. |
Auch der Umbau von einer Burg zum Schloss im 16. Jh durch Herzog Christoph von Württemberg fügte damals zeitgemässe Elemente in das bestehende Ensemble ein. Im 18. Jh wurden die Brücken über den ehemals vorhandenen Burg- bzw. Schlossgraben entfernt. So zeigt das Alte Schloss zu Stuttgart Baustile aus unterschiedlichen Epochen und letet den Besucher durch viele Jahrhunderte Stuttgarter Stadtgeschichte. |
Das Neue Schloss zeigt die abermals gestiegenen Repräsentationsbedürfnisse eines Fürsten des 18. Jahrhunderts. Carl Eugen Herzog von Württemberg verweigerte bei Übernahme der Amtsgeschäfte den Einzug in das für sein Empfinden zu enge Alte Schloss. Ihm stand vielmehr nach dem offen gezeigten Prunk eines Schlosses, wie er es in Ludwigsburg vorfand. |
Mit seiner offenkundigen Vorliebe für das Luswigsburger Barockschloss von Eberhard Ludwig setzte er die Entscheidungsträger unter Druck, sodass die Stadt Stuttgart und die Landstände die Kosten für einen Schlossbau nach seinen Ansprüchen mittrugen. 1746 war Grundsteinlegung für das Neue Schloss, dessen Ausmass noch heute die barocke Hofhaltung dokumentiert. |
Schloss Solitude ist ein Kleinod des Rokoko. In den Nebenräumen und Kabinetten sind späte Blüten der Rokoko-Ausstattung zu bewundern, wie die lebendig gestalteten Palmwedelstukkaturen, von denen kunstvoll ausgeführte Rosengirlanden abgehängt sind. |
Ein Beispiel der Architektur des Frühklassizismus ist Schloss Hohenheim |
Ein Vertreter des Klassizismus ist die Grabkapelle auf dem Württemberg nach antiken Vorbildern wie dem römische Pantheon - sowie Schloss Rosenstein, dessen Eingangsportal ein säulengetragenes Giebelfeld mit Szenen aus der griechischen Mythologie zeigt. |
Die von König Wilhelm I. in der Mitte des 19. Jahrhunderts im maurischen Stil erbaute Wilhelma verkörpert den Stil des Historismus. Internationale und kulturübergreifende Stilelemente verbinden sich in dieser Epoche zu einer eigenen Richtung. |
|