Frankreich Unverkennbar ist der Stil in vielen Regionen Frankreichs. Der spezifische Fachwerkstil alter Häuser im Elsass, die Natursteinhäuser der Bretagne, die unter der Last der Jahrhunderte verformten Gemäuer im Süden Frankreichs, die von der exakten römischen Baukunst der Vergangenheit nur wenig ahnen lassen - der maurische Einfluss in den Departements entlang der Grenze zu Spanien... Schon bei der ersten Betrachtung lassen sich Baustile ganz bestimmten Regionen zuordnen. |
pro-arts.info £.£Einige Orte präsentieren sich mit besonders netten Accessoires und erhielten so den Ehrentitel "Ville Fleurie", einer Art Wettbewerg im Sinne von "unser Dorf soll schöner werden". |
Frankreich |
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Das
Verwaltungsgebäude des Departements Bouches-du-Rhône
in Marseille war bei seiner Fertigstellung 1994 das größte
neuzeitliche Bauwerk in Marseille. |
Der
englische Architekt William Alsop gab dem Bauwerk durch seine auffallend
blaue Farbe einen besonderen Bezug zur mediterranen Lage. Die Bewohner
von Marseille fanden auch sogleich den passenden Beinamen und nennen
das Werk "das blaue Boot". |
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Kathedrale
Notre-Dame du Réal in Embrun Die erste Kathedrale von Embrun wurde in der Zeit von Karl dem Großen zwischen 810 und 826 errichtet und später von Sarazenen zerstört. Im 11. und 12. Jahrhundert erfolgte ein Wiederaufbau. |
Es
war die Übergangszeit
von der Romanik zur Gotik. Hier befindet sich der viertgrößte Kirchenschatz Frankreichs mit rund 500 Exponaten wie Messgewänder und Goldstickereien aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. |
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Wertvolle
Stoffe, Gold- und Silberwaren sowie Reliquienschreine und Gemälde
erfreuen den kunstinteressierten Besucher. |
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Die
Region Provence Alpes Côte d’Azur
hat neben den vielbesuchten Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der
Antike über Mittelalter bis in die neueren Epochen der Architekturgeschichte
auch auf dem Gebiet der zeitgenössischen und zukunftsweisenden
Architektur einige Highligts zu bieten. Immer wieder wirkten in der
Region bekannte Star-Architekten und setzten ihre Inspiration in Meilensteine
der Architektur um. |
Die
Villa Noailles in Hyères,
der französischen Hafenstadt an der Mittelmeerküste im Département
Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, wurde entworfen
von Robert Mallet-Stevens, dem avantgardistischen französischen
Architekten der späten zwanziger und frühen dreißiger
Jahre. Das Bauwerk vertritt den Kubismus in der Architektur seiner
Zeit. |
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Der
Stil der "Ville radieuse" des bekannten
Architekten Le Corbusier zeigt sich in der Wohnanlage Le Corbusier
in Marseille. In
den Jahren 1947 bis 1952 errichtet, veranschaulicht der Gebäudekomplex
die von Le Corbusier ab 1935 entwickelte städtebauliche Konzeption. |
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Seine
Planung vertrat den Abschied von Repräsentationsbauten
hin zu einer "Strahlenden Stadt", einem Ort freierer Entfaltung
individueller Lebenskonzepte. Mit seiner Konzeption der Strahlenden Stadt sollte nicht nur eine technische Innovation und ästhetisch verbesserte Architektur umgesetzt werden, es sollte auch eine bessere Gesellschaft entstehen. Die zu dieser Zeit üblichen beengten und dunklen Wohnverhältnisse mit dem Lärm, Staub und dem menschenfeindlichen Chaos der Großstädte veranlassten Corbusier zu diesen Ansätzen des Umdenkens, auch in Hinsicht auf die sozialen Folgen solcher Lebensumstände. |
Er
erkannte damit sehrwohl die gesellschaftlichen Risiken verfehlter
oder mangelnder Stadtplanung, sah er doch in den
bestehenden Wohnstrukturen auch einen Nährboder sozialer Unruhen,
denen es entgegenzuwirken galt. So sah er in seinem Schaffen auch
eine durchaus
politische Aufgabe. |
Die
Wohnanlage Le Corbusier in Marseille umfasst über
300 Wohnungen mit Hotel-Restaurant, Ladengalerien, Theater und Vorschule
mit Spielplatz. Auch wenn die Anlage aus heutiger Sicht sicher ebenfalls überdenkenswert ist, war sie seinerzeit Avantgarde. |
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| Das späte Mittelalter um die Zeit des 13. bis 15. Jahrhunderts entwickelte einen Baustil, der dem nahezu unermesslichen Reichtum der Bauherren Ausdruck gab. Die Ursprünge der Gotik liegen um 1140 in der Île-de-France, anderen Einordnungen zufolge erst gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Im Laufe des 12. Jh setzte sich der Stil langsam durch und verbreitete sich im 13. Jh über ganz Europa. Gotische Kathedralen zeigen die Umsetzung gewerkübergreifend in Architektur, Plastik und Malerei bis hin zum Glasschmuck. Unterschieden werden Unterepochen als Früh-, Hoch- und Spätgotik. Entgegen der zuvor vertretenen Romanik mit ihren eher massiv wirkenden Rundbögen wirkte der Gotische Stil filigraner und gab den Bauwerken eine bis dahin ungewohnte Leichtigkeit. |
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In der Romanik erfüllten Kirchenbauten nicht nur sakrale Aufgaben, sie waren auch Zentrum dörflichen oder städtischen Lebens und hatten zudem eine Schutzfunktion, daher glichen sie oft wehrhaften Anlagen. Zunehmend wurden Wehraufgaben dann von Burgen und Stadtmauern übernommen, so dass der Stil sakraler Bauten repräsentativer werden konnte. Ein wahrer Wettlauf entstand zwischen weltlichen Mächten, vertreten durch Kaiser und Könige auf der einen Seite und Papst nebst Kurie auf der anderen Seite. Geld sollte dabei keine Rolle spielen, gab es doch genügend Fussvolk, das es auszunehmen galt. |
In Deutschland entstanden noch vorwiegend Romanische Kaiserdome während königliche gotische Kathedralen in Frankreich errichtet wurden. Die Weiterentwicklung der Romanischen Baukunst perfektionierte die statisch bewährten Rippengewölbe auf Spitzbogen und Strebepfeilern und liess sie immer stärker und höher werden. Ungeachtet gigantischer Kosten entwickelte sich eine Architektur von beeindruckender Grossmannssucht mit zuvor ungekannter Lichtführung durch mehr Öffnung nach oben. |
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