Internationale Hinweise
Bauwerke




Hinweise zu besonderen Bauwerken in verschiedenen Ländern sind hier vorgesehen.
Es folgen Bilder und Informationen.

Als Beispiel hier rechts die Thomaskirche in Leipzig
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Die Thomaskirche in Leipzig ist eine der zwei Hauptkirchen der Stadt.
Sie verfügt über zwei große Orgeln.
Die ältere ist ein romantisches Instrument von aus den Jahren 1885 bis 1889.
Die Kirche war eine bedeutende Wirkungsstätte des Komponisten Johann Sebastian Bach.




Daher wurde im Bachjahr 2000 eine zweite Orgel fertiggestellt, deren Klang die barocke Orgelmusik authentischer wiedergeben lässt.

Das nebenstehende Bild zeigt den 6872 m langen Maurice-Lemaire-Tunnel in Frankreich, auch bekannt als Tunnel de Sainte-Marie-aux-Mines. Er wurde 1937 als Eisenbahntunnel der Schienenstrecke von Sélestat über Lesseux-Frapelle nach Saint-Dié konzipiert. Seit 1976 führt die Route Nationale N59 durch den Tunnel. Der Streckenabschnitt ist mautpflichtig. Lange Zeit war der Maurice-Lemaire-Tunnel der längste Strassentunnel Frankreichs. Seit 1965 besteht der Mont-Blanc-Tunnel, der mit 11,6 km Länge den Maurice-Lemaire-Tunnel weit übertrifft.

Genau genommen beläuft sich die französische Tunnellänge im Mont-Blanc auf 5.800 m, also die Hälfte des Gemeinschaftsprojektes der beiden Betreibergesellschaften aus Italien und Frankreich.
Als längster Tunnel Frankreichs gilt heute das Französisch-Britische Gemeinschaftsprojekt unter dem Ärmelkanal mit fast genau 50 km Länge.

Die Strasse durch den hier gezeigten Maurice-Lemaire-Tunnel verbindet Sainte-Marie-aux-Mines und Saint-Dié und erspart dem Reisenden die unzähligen Serpentinen über die Pässe Col du Bonhomme oder Col de la Schlucht. Er erschliesst die Gebiete um den Regionalen Naturparks Ballons des Vosges im Département Vosges und die Region Lothringen.



Die meisten der historischen Bauwerke in unserem Kulturkreis sind sakralen Ursprungs.
Dies mögen wir als einen grossen kulturellen Schatz empfinden, für den wir oft genug des Lobes voll den bedeutenden Erbauern huldigen.

Vielleicht sollten wir aber stattdessen auch einmal der vielen, oft selbst bettelarmen Teile einer Landbevölkerung gedenken, die für einen Ablassbrief ihr letztes Hab und Gut gaben, und so den Bau dieser Prachtstätten ermöglichten, in denen sich anschliessend die Macht des Klerus in einer Form entfalten konnte, die den Weg durch die Unterdrückung des gemeinen Volkes erst so weitgehend ebnete.
In diesen sogenannten Gotteshäusern schürte man emsig die Angst vor Hölle und Fegefeuer, predigte Wasser und trank Wein.
Vor dieser selbst verbreiteten Furcht und Verdammnis schützte angeblich nur der Ablassbrief, der den Erwerber in mafiöser Weise seines kargen Wohlstands entledigte.
Schamlos missbrauchten die Mächtigen den zu heute vergleichsweise geringen Bildungsgrad der breiten Bevölkerung und verhinderten die Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse. Damit sorgten sie für den Erhalt einer breiten Basis des "Glaubens statt Wissens".

Die grossen Leistungen, die hinter der Erschaffung solcher Bauwerke steht, soll an dieser Stelle keinesfalls geschmälert werden. Gemeint ist diese Anmerkung als Anerkennung der grossen Entbehrungen, die mit dem Bau solcher Monumente einhergingen. Es waren nicht die grossen Baumeister und Mächtigen, die das erarbeiteten und finanzierten, es war immer das Volk !

 
Über die Jahrhunderte wurden zahlreiche architektonisch besonders wertvolle Bauten mit grosser Mühe und hohem Aufwand erhalten bzw. nach jeder Zerstörung oder Beschädigung wieder aufgebaut oder restauriert. Dafür gab es sicher unterschiedlichste Beweggründe.
Gerne schmücken sich Organisationen mit dem Bemühen, diese Kulturschätze erhalten zu haben, lassen dabei aber geflissentlich in den Hintergrund treten, dass diese Bauwerke vornehmlich der Zurschaustellung von Macht und Einfluss existierten und genau diesen Zweck auch heute noch erfüllen. Gerade die Sakralbauten sind es, die noch heute in praktisch jedem Dorf alles überragen. Die Dominanz dieser Kirchen beschränkt sich aber nicht nur auf die optische Erscheinung - selbst die akustische Hoheit wird gehirnwäschengleich alle Viertelstunde demonstriert, so als seinen die Kirchenoberen zugleich auch die Herren der Zeit. Vor diesen monströsen Machtbeweisen gibt es kein Entrinnen. Nahezu flächendeckend ist jedes noch so weite Land oft lückenloser mit Gebimmel überzogen als mit Funkzellen der Mobilnetze.
Geradezu bescheiden nehmen sich da die Prachtbauten weltlicher Herrscher aus, die man oftmals nur Dank guter Beschilderung inmitten grosser Parkanlagen findet, deren architektonischer Reiz jedoch dem mancher Kirchenbauten in nichts nachsteht.
Gemeinsam ist beiden Gebäudetypen, dass sie über die Jahrhunderte den architektonischen Geist ihrer jeweiligen Zeit widerspiegeln. Oft waren es die selben Baumeister und Architekten, die an der Erstellung weltlicher und kirchlicher Bauten mitwirkten. Beide Mächte befanden sich über die Jahrhunderte abwechselnd in Konkurrenz oder in meist unheiliger Allianz. Daher sind auch übergreifende architektonische Elemente nicht überraschend.




Abschnitt des Canal du Midi im Hérault
Tunnels sind wichtige Bauwerke der Infrastruktur. Viele Verkehrsverbindungen sind ohne sie kaum denkbar. Der Tunnelbau gehört zu den risikoreichsten Baumassnahmen und er erfordert hohen technischen Aufwand. In vergangenen Zeiten wurden Tunnelbauwerke auch mit einfachsten Werkzeugen unter enormem Kraft- und Zeitaufwand durch den Fels getrieben. Heute kommen meist riesige Tunnelbohrer zum Einsatz.

Tunnel des Canal du Midi


Blick auf die Kathedrale von Narbonne in Südfrankreich, Département Aude

freigelegter Teil der Via Domitia, einer bedeutenden Römerstrasse in Narbonne
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