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Hunsrück Archäologiepark Belginum
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Hunsrück Archäologiepark Belginum
mit Museum

Archäologiepark Belginum an der Hunsrückhöhenstrasse
Der Archäologiepark Belginum an der heutigen Hunsrückhöhenstrasse nahe Morbach liegt in einer sehr alten Gebirgslandschaft. Die Hochfläche um das alte Belginum gibt den Blick frei bis in die Höhen der Eifel.
Die römische Siedlung Belginum lag vor zweitausend Jahren an der historischen Ausoniusstrasse. Hier befand sich der Kreuzungspunkt mehrerer wichtiger Verkehrswege. An der Römerstrasse zwischen Bingen uns Trier entstand durch die Gemeinde Morbach dieses Archäologische Museum südlich des Ortes Wederath. Im zweiten und dritten Jahrhundert lebten in Belginum etwa 200 bis 300 Einwohner. Funde belegen die Existenz eines Kulttheaters und dreier Tempelbezirke.
Von archäologischem Interesse ist besonders der römische Friedhof von Belginum in Wederath-Hochgerichtsheide. Anfang der 1950-er Jahre stiess man bei Rodungsarbeiten auf diesen Fund, einige hundert Meter östlich der Siedlung. Zwischen 1954 und 1985 wurden rund 2500 Grabanlagen in drei grossen Grabungskampagnen untersucht, wobei Grabgärten, Wege und Umfassungsgräben erkundet wurden.

In dem an historischer Stätte erbauten Museums werden die Funde und Ergebnisse der jahrzehnelangen Grabungen im Friedhofs- und Siedlungsgelände präsentiert.

 





Für Wanderer bietet sich ein Netz beschilderter Wanderrouten verschiedener Längen.

Burg Baldenau

Nur wenige Kilometer südlich der Hunsrückhöhenstraße B 327 liegt Ruine der Burg Baldenau zwischen den Hunsrückdörfern Hinzerath und Hundheim nahe Morbach. Die Baldenau am Nordrand des Idarwaldes liegt auf etwa 450 Meter Höhe und ist eine der wenigen Wasserburgen des Hunsrück. Der damals 12 m breite Wassergraben speist sich aus dem Oberlauf der Dhron, einem 36 km langen rechter Nebenfluss der Mosel.
Der Dhron entspringt im nahen Idarwald nordöstlich von Hinzerath und besteht zunächst aus mehreren kleinen Rinnsalen, die ab dem Ort Hundheim als Dhron bezeichnet werden. Der erste Ort am Dhronlauf ist Bischofsdhron, von wo aus der Fluss seinen Weg in Richtung Morbach fortsetzt.

 




Auf einem Höhenrücken des Idarwald steht in Sichtweite zur Burganlage ein Befestigungswerk aus dem 14. Jahrhundert, der Stumpfe Turm, direkt an der Hunsrückhöhenstrasse B327. Der Turm war ein wesentlicher Bestandteil der Burganlage. Da diese im Hochtal des Dhron gelegene Burg keine Geländeübersicht zuliess, diente der Turm als Meldeposten. Nahe dieses Turmes befindet sich der Archäologiepark Belginum mit Archäologiemuseum an der ehemaligen römischen Ausoniusstrasse zwischen Trier nach Bingen.

 


Der Rundturm mit einem Durchmesser von etwa sechs Metern und einer Höhe von zehn Metern ist für Besucher nicht zugänglich. Dennoch ist das Bauwerk beeindruckend und zeigt auf, wie zu dieser Zeit das Schiefergestein der Region auch zum Festungsbau verarbeitet wurde.

Der Hauptturm der Burg Baldenau ist der wesentliche Teil der Ruine. Er hat einen Durchmesser von etwa 10 m und Mauerstärken von bis zu 3,50 m. Die Gesamthöhe des Turmes beträgt etwa 25 m, der Eingang wurde in 12 m Höhe angelegt und war über nur eine Treppe mit Galerie erreichbar. Erbaut wurde die Baldenau durch Balduin von Luxemburg, Kurfürst und Erzbischof von Trier, nach welchem die Anlage benannt wurde.






     
     
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