Der Einsatz von Naturbaustoffen ist aus vielerlei Hinsicht sinnvoll und zukunftsweisend. Die Verwendung natürlicher Baustoffe wie Dachschiefer schont Ressourcen und spart Energie. Spätere Belastungen bei der Entsorgung werden minimiert, da diese Materialien problemlos in die Natur zurückgegeben werden können. |
pro-arts.info Naturbaustoffe wie Sandsteine, Quarzite oder auch Naturschiefer stehen in grossen Mengen zur Verfügung und werden von Natursteinproduzenten angeboten. Die Verarbeitung dieser Baustoffe erfolgt durch versierte Fachbetriebe, kann aber auch durchaus im do-it-yourself bewerkstelligt werden. |
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Dachschiefer
ist ein bewährtes Deckungsmaterial. In Regionen ohne eigene geeignete
Schiefervorkommen wird das Materien importiert. Nur wenige Schiefersorten sind für die Dachdeckung geeignet. Wichtige Materialeigenschaften sind eine hohe Stabilität, damit der Dachschiefer möglichst dünn gespalten werden kann. Auch die chemische Beschaffenheit des Rohmaterials ist qualitätsbestimmend. |
Das
spart Gewicht und die Überdeckungen tragen weniger auf, es können
also auch geringere Neigungswinkel realisiert werden. Schieferplatten von geringer Materialstärke liegen sehr flach aufeinander und geben dem Wind nur wenig Angriffsfläche. Das relativ hohe spezifische Gewicht sorgt dennoch für eine gute Auflage. Je nach Deckungsart erfolgt die Befestigung mit speziellen Nägeln oder Klammerhaken. |
Schieferdächer
sind sehr wetterbeständig und werden auch von Versicherern als besonders
sturmsicher eingestuft. Dachschiefer gibt es in unterschiedlichsten Formen. Überdeckende Dachschiefer oder Schieferschindeln werden in Rechtsdeckung oder Linksdeckung entgegen der vorherrschenden Hauptwindrichtung verarbeitet. Auch hierfür gibt es die jeweils passenden Formen. |
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Die Gewinnung von Naturstein als Baumaterial und
die Förderung anderer Rohstoffe in Form von Erzen aller Art stehen
oft in räumlichem Zusammenhang. Regionen mit nennenswerten Vorkommen
natürlicher Baustoffe bergen fast immer auch andere wertvolle Gesteine
und Erze. Das verdeutlicht sich anhand des Beispiels Nahetal, exemplarisch
für zahlreiche andere Förderregionen. |
Das Nahetal ist reich an unterschiedlichsten Bodenschätzen.
Hier liegen Kupfer- und Quecksilbererz ebenso wie Zink-, Blei- und
Eisenerz. Viele Schurfstollen und Besucherbergwerke zeugen von hoher
Bergbauaktivität. Einige dieser Stätten sind touristisch erschlossen
und stehen Besuchern zur Besichtigung offen. Sehenswert sind die Edelsteinminen
von Steinkaulenberg bei Idar-Oberstein und das historische Kupferbergwerk
von Fischbach |
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Der Hunsrücker Schiefer ist ein Baustoff höchster
Qualität. Er wurde vielerorts gefördert und diente über Generationen
hinweg als Baumaterial bis weit über die regionalen Grenzen hinaus.
Die Förderung kam aus Kostengründen im Laufe der letzten Jahrzehnte
nahezu zum Erliegen. Die Schiefergrube Herrenberg bei Bundenbach gibt
einen perfekten Eindruck von der harten Arbeit der Schiefergewinnung. |
In der weiteren Region findet sich bei Niederhausen
das Quecksilberbergwerk Schmittenstollen. Bis zu Beginn der 1970er
Jahre wurde in Waldalgesheim noch Manganerz und Dolomit abgebaut. Bei
Stromberg bestehen nutzbare Korallenkalkvorkommen. Dieser aus Korallen
und Algen entstandene Kalkstein wird auch als der "Stromberger Marmor"
bezeichnet. |
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In Allenbach finden sich Quarzitvorkommen, die
im Tagebau gewonnen werden. In vielen Orten werden auch paläolithische
Basalte abgebaut. Alleine in diesem geographisch begrenzten Raum zeigt
sich die Nähe und Vielfalt an Gesteinsvorkommen. |
Die obenstehenden Bilder zeigen einige Beispiele
von Dachdeckungen mit Naturschiefer aus dem nahen Lothringen. Frankreich
gilt als der grösste Schiefermarkt. Wohl kaum ein Land verwendet so
viel Schiefer wie Frankreich. |
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