Die hier gezeigte Geschichte eines Elektroscooters verdeutlicht, dass der Kauf vermeintlicher Ökoprodukte genauestens durchdacht werden sollte. Auf den ersten Blick sind diese kleinen Elektrofahrzeuge eine sinnvolle Alternative zu den benzingetriebenen Mofas oder Kleinrollern der bekannten 50er-Klasse. Schnell zeigt sich anhand der nebenstehenden Chronologie, dass ein wirtschaftlicher Nutzen nicht auszumachen ist und der ökologische Nutzen eher ideologischer Natur sein dürfte. |
pro-arts.info - 2007 gekauft für ca. 500 Euro - regelmässig gefahrene Strecken von bis zu 5 Kilometern am Tag, sofern das Wetter dazu geeignet war - täglich wieder aufgeladen, über Nacht am geregelten Ladegerät - niemals Minustemperaturen, da der Scooter nur in Südfrankreich gefahren wurde - Gesamtfahrleistung in 2007 etwa 200 km In 2008 etwa 100 km 2009 nur noch ab und zu nachgeladen, um den Batterietod zu verhindern. |
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![]() Diese kleinen Elektroroller gibt es in verschiedenen Ausführungen mit Antrieben von 24 oder 36 Volt, Leistungsklassen von ca. 300 bis 500 Watt und etwa 20 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Reichweite liegt bei bis zu 20 Kilometern. |
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Überträgt man nun diese zweifellos bitteren Praxisdaten
auf Elektrofahrzeuge der Grössenordnung eines Kleinwagens, könnte sich
folgende Rechnung ergeben : - Nabenmotoren um die 5 KW jeweils an allen vier Rädern, das könnte für 100 km/h reichen - Batteriespeicher Blei-Gel für eine Reichweite von 20 km ( das wären schon mindestens 200 kg ) |
Der Batteriewechsel nach 4 bis 5 Jahren kostet dann "nur" 2000 Euro. Modernere Akkus kosten noch erheblich mehr. Selbst ohne fundiertes Konstrukteurswissen zu bemühen, ist leicht erkennbar, dass so die automobile Zukunft nicht aussehen kann. |
...und
entgegen aller Realität träumen wir von Elektrofahrzeugen mit Reichweiten
von mehreren hundert Kilometern, mit Geschwindigkeiten jenseits von
Tempo 100, Unterhaltskosten im Bereich seitheriger Autos mit Verbrennungsmotoren
und einem Anschaffungspreis, der nicht wesentlich über dem unserer
heutigen Autos liegen sollte. Vielleicht werden wir recht bald über den Minimalismus bezüglich unserer Mobilität staunen... |
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